Metropolregion FrankfurtRheinMain

Die Wirtschaftskammern der Region - darunter die IHK für Rheinhessen - haben eine Initiative zur Weiterentwicklung der Region vorgestellt. Mit Projekten in vier Handlungsfeldern sollen in den nächsten Jahren zusammen mit der kommunalen Ebene und den Landesregierungen der vier beteiligten Bundesländer die Potenziale der Metropolregion besser entwickelt werden. Vertreter der Bundesländer Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie kommunale Spitzenvertreter planen ein projektorientiertes Vorgehen.
Die Initiative der Wirtschaftskammern tritt unter dem Namen „PERFORM“ auf (www.perform-frankfurtrheinmain.de). Projekte in den vier Handlungsfeldern „Mobilität und Infrastruktur“, „Gründungs- und Innovationsregion“, „Flächenentwicklung“ und „Digitalisierung“ werden definiert und anschließend im Dialog mit der kommunalen Ebene und den Landesregierungen sowie anderer fachlich Beteiligten konkretisiert.

Auf der interaktiven Plattform von Perform Zukunftsregion FrankfurtRheinMain kann jeder, der ein Projekt für die Weiterentwicklung der Metropolregion vorschlagen möchte, nach der Registrierung seine Idee einreichen und über bereits bestehende Projekte mitdiskutieren.
Seit einigen Monaten arbeiten bereits die Landesregierungen von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz in Arbeitsgruppen zu den Handlungsfeldern Wirtschaft, Verkehr und Mobilität, Kultur und Natur sowie Forschung und technologische Entwicklung zusammen. Am Beispiel der vereinbarten Kooperation der Universitäten in Darmstadt, Frankfurt und Mainz bei der Bewerbung um die Exzellenz-Initiative wird die Zusammenarbeit der Regierungen sichtbar. 
Die initiative der Wirtschaftskammern erhält ihren Antrieb aus dem wachsenden internationalen Standortwettbewerb. Der Wettbewerb um Fachkräfte wird intensiver. Menschen konzentrieren sich in Zeiten des demografischen Wandels immer stärker in Ballungsräumen. „Unsere Aufgabe ist es, die Zukunftsfähigkeit der Region zu stärken. Dies wird nur gelingen, wenn alle Akteure der Region und der Bundesländer gemeinsam nachhaltige Projekte gestalten“, erklärten die Präsidenten der beteiligten neun IHKs, des IHK-Forums Rhein-Main und der vier Handwerkskammern.
FrankfurtRheinMain ist mit seinen 5,5 Mio. Einwohnern und mit ca. 8 Prozent Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt eines der wirtschaftlichen Kraftzentren in Deutschland und Europa. FrankfurtRheinMain bringt es auf eine jährliche Wirtschaftsleistung von 230 Mrd. Euro, etwa gleichauf mit Finnland (203 Mrd. Euro) oder Dänemark (255 Mrd. Euro). Wäre FrankfurtRheinMain eine eigene Wirtschaftsnation, würde sie im weltweiten Ranking der Volkswirtschaften etwa auf Rang 40 liegen.