IHK: Rheinhessische Konjunktur genießt Frühjahrshoch

Gute Auftragslage durch Export und Binnenmarkt – Unternehmen investieren
(10.05.2017) In den rheinhessischen Unternehmen setzt sich die rege Geschäftstätigkeit aus den Herbst- und Wintermonaten auch im Frühjahr fort. Nach den Ergebnissen der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen ist es vor allem die Industrie, die zur guten Stimmungslage beiträgt. Der Export zeigt sich einmal mehr als zuverlässiger Motor der Wirtschaft.
Von einem „Frühjahrshoch“ spricht IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz: „Der Außenhandel läuft weiter auf hohen Touren läuft, solange Einschränkungen des US-Handels nur angekündigt bleiben oder der Brexit nicht umgesetzt ist. Den Unternehmen kommt auch zugute, dass die Konsumlaune auf dem heimischen Markt ungetrübt ist.“ Jertz schätzt, dass die rheinhessische Konjunktur auf hohem Niveau weiterlaufen wird. Dafür spricht, dass 27 Prozent der Unternehmen (Winter 2016/2017: 28 Prozent) steigende Investitionen plant oder 22 Prozent (Winter 2016/2017: 20 Prozent) in den kommenden zwölf Monaten ihre Beschäftigtenzahl steigern möchte.
Ihre aktuelle Geschäftslage bezeichnen 42 Prozent (Winter 2016/2017: 45 Prozent) der befragten Firmen als gut; 49 Prozent (Winter 2016/2017: ebenfalls 49 Prozent) sprechen von einer befriedigenden und 9 Prozent (Winter 2016/2017: 6 Prozent) von einer schlechten Geschäftslage. Weiterhin stabil bleiben die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate: 24 Prozent (Winter 2016/2017: 25 Prozent) sehen bessere Geschäfte voraus, 67 Prozent (Winter 2016/2017: 60 Prozent) gleich bleibende Geschäfte.
Nach dem Langzeithoch zu Jahresbeginn bewertet die Industrie ihre Lage zu 48 Prozent (Winter 2016/2017: 63 Prozent) als gut und zu 50 Prozent (Winter 2016/2017: 33 Prozent) als befriedigend. Für die nächsten zwölf Monate erwarten 26 Prozent (Winter 2016/2017: 25 Prozent) bessere Geschäfte und 70 Prozent (Winter 2016/2017: 67 Prozent) gleichbleibende Geschäfte.
Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind im Laufe des vergangenen Jahres deutlich gestiegen und verharren auf hohem Niveau. Aktuell melden 34 Prozent der Firmen (Winter 2016/2017: 54 Prozent) gestiegene Aufträge aus dem Ausland, 50 Prozent (Winter 2016/2017: 31 Prozent) gleichbleibende Auftragslage. Die Beurteilung der Exporterwartungen für die kommenden zwölf Monate ist nicht zuletzt geprägt durch die hohen Auftragseingänge aus dem Ausland: 80 Prozent (Winter 2016/2017: 58 Prozent) sehen keine weitere Steigerung sondern gleich bleibende Exporte, aber immerhin ein Fünftel (20 Prozent; Winter 2016/2017: 39 Prozent) erwarten höhere Exporte. Positive Signale auch vom Binnenmarkt. Hier haben 30 Prozent (Winter 2016/2017: 28 Prozent) in den letzten drei Monaten vermehrt Aufträge erhalten. Bei 59 Prozent (Winter 2016/2017: 52 Prozent) ist der Auftragseingang aus dem Inland unverändert.
Im Handel bewerten 33 Prozent der Firmen (Winter 2016/2017: 36 Prozent) ihre aktuelle Geschäftslage als gut, über die Hälfte (56 Prozent; Winter 2016/2017: ebenfalls 56 Prozent) als befriedigend. Für die nächsten zwölf Monate gehen 67 Prozent (Winter 2016/2017: 59 Prozent) von gleich bleibenden, 19 Prozent (Winter 2016/2017: 24 Prozent) von besseren Geschäften aus. Deutlich angestiegen sind die Geschäftserwartungen für die nächsten drei Monate: 22 Prozent (Winter 2016/2017: 10 Prozent) rechnen mit besseren Geschäften. Die Mehrheit (63 Prozent; Winter 2016/2017: 58 Prozent) plant gleich bleibende Investitionen in den nächsten zwölf Monaten.
Bei den Dienstleistern bezeichnen 43 Prozent (Winter 2016/2017: 39 Prozent) ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 45 Prozent (Winter 2016/2017: 56 Prozent) als befriedigend. Zwei Drittel (67 Prozent; Winter 2016/2017: 56 Prozent) sprechen von gleich bleibenden Geschäftserwartungen binnen der nächsten zwölf Monate, 24 Prozent (Winter 2016/2017: 25 Prozent) von besseren Geschäften. So denken auch wieder mehr Unternehmen darüber nach, in den nächsten zwölf Monaten ihren Personalbestand zu erhöhen (28 Prozent; Winter 2016/2017: 19 Prozent).