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08.12.2011

Augter: Bildungssystem durchlässiger machen

IHK_Preis_2011_Frederik_Meyer_Foto_IHK_Bellaire © IHK / Michael Bellaire Zoom Bei der Verleihung des IHK-Preises 2011 (v.l.): Patrick Schnieder, Dr. Wolf-Dietger Huth, Prof. Dr. Klaus Becker, Prof. Dr. Gerhard Muth, Dr. Frederik Meyer, Dr. Harald Augter, Ute Granold, Prof. Dr. Jens Hermsdorf, Richard Patzke, Christopher Sitte, Götz Scholz

Preis der IHK für Rheinhessen 2011: Akademischer Nachwuchs und Leistungsträger der Weiterbildung in Mainz ausgezeichnet

Die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen zeichnet junge Wissenschaftler mit dem IHK-Preis 2011 aus. Diese mit 5.000 EUR dotierte Förderung des akademischen Nachwuchses vergab die Jury an den Wirtschaftswissenschaftler Dr. Frederik Meyer. Der mit 2.500 EUR dotierte
Sonderpreis „Beste/-r der Besten“ für außergewöhnliche Leistungen in der beruflichen Fortbildung geht an die Wirtschaftsfachwirtin (IHK) Kerstin Schäfer. Mit dem IHK-Preis ausgezeichnet werden akademische Arbeiten, deren theoretische Ansätze sich in Wirtschaftsunternehmen praktisch umsetzen lassen oder die im Gesamtinteresse der gewerblichen Wirtschaft liegen. Damit will die IHK Kontakte herstellen zwischen den innovativen Kräften an den Hochschulen und in den Firmen der Region. Zugleich soll der akademische Nachwuchs einen Ansporn zur Leistung erhalten.

IHK-Präsident Dr. Harald Augter forderte bei der Preisverleihung ein durchlässigeres Bildungssystem. Deutschland besitze neben seinem Hochschulsystem auch ein international hoch angesehenes System der beruflichen Aus- und Weiterbildung: „Zusammen leisten berufliche Bildung und Hochschulbildung entscheidende Beiträge zum Ausbau unserer Wissensgesellschaft.“ Um dies auch in Zukunft zu fördern, arbeiten Wirtschaft und Bundesregierung darauf hin, die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen Bildung und der Hochschulbildung zu erhöhen. Ziel ist die möglichst umfassende Qualifizierung der Fachkräfte in Wirtschaft und Wissenschaft.

Vor diesem Hintergrund bezeichnete Augter es als unverständlich, dass die Kultusministerkonferenz der Länder erst kürzlich das Abitur im Deutschen Qualifikationsrahmen höher eingestuft hat als berufliche Abschlüsse: „Hier, so meine ich, sollte sich unsere Landesregierung aufgefordert fühlen, eine Korrektur der Beschlusslage unter den Kultusministern herbeizuführen. Hingegen hat die rheinland-pfälzische Landesregierung nach Meinung des IHKPräsidenten im vorigen Jahr mit ihrer Hochschulenovelle einen entscheidenden Schritt gewagt.
Seither erhalten Berufstätige mit einer Prüfungsnote von mindestens 2,5 den Zugang zur Hochschule. „Für unsere Betriebe“, so Augter, „bedeutet diese Chance zur Fachkräftegewinnung einen Wettbewerbsvorteil.“

Die Festansprache zum IHK-Preis hielt der Geschäftsführer der proAqua GmbH & Co. KG, Dr. Wolf-Dietger Huth, unter dem Titel „Internet-Marketing - Erfolgsstrategie im Geschäft mit Wasseraufbereitungsanlagen“. Demnach bietet Internet Marketing neben den traditionellen
Vertriebskanälen ein erhebliches Potential zur Gewinnung attraktiver Geschäftschancen. Dies erfordert neben einer permanenten Pflege der Homepage und Steigerung der Präsenz in relevanten Suchmaschinen insbesondere eine Anpassung in den internen Abläufen. Huth legt hier
in seinem Unternehmen einen Schwerpunkt auf ein verändertes Agieren der Projektleiter bei der Anfragenbearbeitung und Angebotserstellung.

Der IHK-Preis wird in diesem Jahr zum 24. Mal verliehen. Er prämiert hervorragende wissenschaftliche Arbeiten, die an einer Hochschule des IHK-Dienstleistungsbereiches erstellt wurden. Sie sollen eine praktikable, möglichst direkte Umsetzung oder Anwendung in der Unternehmenspraxis erwarten lassen und im Gesamtinteresse der gewerblichen Wirtschaft liegen. Ergänzt wird der Förderpreis seit dem Jubiläum zum 200-jährigen Bestehen der Kammer im Jahr 1998 durch den Sonderpreis „Beste/-r der Besten“ für herausragende Absolventen der beruflichen Fortbildung.

Zum Weiterlesen: Informationen zu den diesjährigen Preisträgern des IHK-Preises

DOKUMENT-NR. 78176

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