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IHK-ABSCHLÜSSE

Erläuterung der IHK-Abschlüsse

 Fachkaufleute / Fachwirte / Industriemeister

Erläuterung der IHK-Abschlüsse auf der 2. Ebene der Aufstiegsfortbildung

Die Aufstiegsbildung in Deutschland ist eine qualifizierte Weiterbildung, die im internationalen Vergleich kaum ein Äquivalent hat. Ihre Absolventen spielen insbesondere im deutschen Mittelstand eine Schlüsselrolle, da sie oft in verantwortungsvoller Position tätig sind.

Zuständig für die Durchführung der öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfungen sind in Deutschland die Industrie- und Handelskammern (IHKs) für die Wirtschaftsbereiche Industrie, Handel und Dienstleistung. Sie erfüllen ihre Aufgabe an Stelle der staatlichen Behörden. Rechtsgrundlage ist das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Prüfungsverfahrensrechtliche Bedingungen sind in den Fortbildungs- und Prüfungsordnungen der jeweiligen IHK verankert. Paritätisch besetzte und öffentlich bestellte Prüfungsausschüsse nehmen die Prüfungen ab und legen die Abschlussnoten fest.

Die Prüfungsteilnehmer sind entweder Branchenspezialisten, die ihre Fachkenntnisse vertieft haben, oder Funktionsspezialisten, die Aufgaben übernehmen, die unabhängig von der Branche sind. Durch die Prüfung und die Vorbereitung darauf dokumentieren die Absolventen neben fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen auch die entsprechenden Führungskompetenzen.

Die Bezeichnungen in deutscher Sprache lauten für die Abschlüsse im kaufmännischen Bereich entweder „Fachwirt“ für die Branchenspezialisten oder für die kaufmännischen Funktionsspezialisten „Fachkaufmann“, „Controller“, „Bilanzbuchhalter“ und „Pharmareferent“. Für den industriellen-technischen Bereich sind es die Abschlüsse „Industriemeister“ (Branchenspezialist) oder „Fachmeister“ (Funktionsspezialist).

Die Absolventen blicken auf einen Bildungsweg zurück, der sich in der Regel aus einer dreijährigen beruflichen Ausbildung mit Abschlussprüfung, einer mehrjährigen relevanten Berufspraxis, Lernphasen in einem Lehrgang, im Fern- oder Selbststudium und einer öffentlich-rechtlichen Prüfung zusammensetzt.

Der Umfang der Fortbildung beträgt meist 600-800, teilweise bis zu 1.200 Stunden Präsenzunterricht. Die Prüfung besteht aus mehreren Teilen, die schriftliche und mündliche, teilweise auch praktische Leistungen beinhaltet und umfasst eine Prüfungsdauer von über zehn Stunden.

Die Wertigkeit dieser Prüfungen ist auf der Ebene der Bachelor-Abschlüsse einzustufen. Daher sind die mittels von Fortbildungsprüfungen festgestellten Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen nach Einschätzung der IHK-Organisation gleichwertig mit denen, über die Hochschulabsolventen verfügen.

Bei dem „Bachelor Professional CCI“ handelt es sich nicht um einen Hochschulabschluss.

 

englische Fassung:

German vocational education is qualified further education that has no direct equivalent in other countries. Graduates play a critical role, especially in medium sized enterprises, where they often hold responsible positions.

Germany’s IHKs (chambers of commerce and industry) are responsible for carrying out examinations under public law for this type of further training for the industrial, retail and service sectors. They do this in place of government authorities. The Vocational Training Act (Berufsbildungsgesetz) provides the legal basis for this. Legal conditions governing examination procedures are anchored in the further training and examination regulations of the relevant IHK. Examinations are inspected and graded by equally represented and publically appointed committees.

People taking the examinations are either industry specialists who have gained additional expertise or functional specialists who are taking on duties that are independent of the industry. The examination and the preparation leading up to it allow graduates to demonstrate their professional, methodological and social competencies as well as relevant leadership competencies.

German-language designations for qualifications in sales are either “Fachwirt” for industry specialists or “Fachkaufmann”, “Controller”, “Bilanzbuchhalter” or “Pharmareferent” for functional specialists. For industry and technology the qualifications are “Industriemeister” for industry specialists or “Fachmeister” for functional specialists.

Graduates look back on an educational path that typically consists of three years of career training with an examination, several years of practical application in the relevant field, several stages of coursework, distance learning or self-directed learning and an examination under public law.

Further training usually involves 600 to 800 hours of on-site instruction but it may reach up to 1,200 hours. The examination has several parts that include written, oral and in some cases practical assignments. The examination lasts over ten hours in total.

Qualitatively speaking, these examinations are equivalent to a Bachelor’s degree. The IHK therefore considers the knowledge, skills and competencies assessed by these examinations to be on par with those of university graduates.

Nonetheless, a “Bachelor Professional CCI” is not a university degree.

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DOKUMENT-NR. 73701

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